Wer eine Internetseite oder einen Onlineshop betreibt möchte in der Regel auch von Suchmaschinen gefunden werden und idealerweise gleich an erster Position stehen. Um das zu erreichen genügt jedoch nicht ein einfacher Klick oder der Eintrag in einer Liste, sondern es sind sehr viele komplexe erforderlich. Erschwert wird dieser Wunsch noch dadurch, dass es keine globale Lösung gibt, zumal jede Suchmaschine ihre eigenen – meist geheimen – Algorithmen hat mit denen Sie eine Seite bewertet. Grundsätzlich gilt der Grundsatz, die Seite muss die gewünschten Informationen erhalten und sowohl für Mensch und Maschine gut lesbar sein. Dazu gibt es einige Regeln, die auf den ersten Blick oft für den Laien nicht erkannt werden.

Performance (Geschwindigkeit)

Geduld ist eine Tugend, die wir jedoch zumindest im Internet fast alle verloren haben. Wird eine Seite nicht schnell genug angezeigt springen die meisten Seitenbesucher schon wieder ab und wechseln zum nächsten Anbieter. So verliert man Kunden. Auch Suchmaschinen bewerten daher die Geschwindigkeit einer Seite, was dann wieder Auswirkungen auf das Rank hat, also wie weit oben man im Suchergebnis angezeigt wird und ob man überhaupt angezeigt wird.

Mobile First

Lt. Statistia nutzten im Jahr 2025 bereits rund 71 Millionen Menschen in Deutschland ein Smartphone. Dies zeigt wie wichtig es ist, dass Internetseiten für die Darstellung und Verwendung am Smartphone optimiert sind. Egal ob es sich soziale Netzwerke, Onlinebanking, Onlineshops oder „normale“ Webseiten handelt. Auch spielt das Alter der Benutzer dabei keine Rolle mehr. Jung bis Alt geht heute in Masse über ein Smartphone ins Internet. Daher ist die mobile Darstellung zwischenzeitlich auch ein wichtiger Faktor für das Ranking bei Suchmaschinen, also um gefunden zu werden.

Inhalte

Überschriften

Texte haben unterschiedliche Gewichtungen, die unter anderem das Lesen durch eine klare Struktur erleichtern. Ein wichtiger Part für eine Textgestaltung sind somit die Überschriften. Daher gibt es dazu eigene Textdefinitionen, die in der Codierung mit „H“ für „Headline“ definiert ist. Die Hauptüberschrift einer Seite ist somit „H1“, gefolgt von diversen Unter-Überschriften (2, H3, …). Die Hauptüberschrift „H1“ darf je Seite daher nur ein einziges mal verwendet werden. Alle folgenden Überschriften auf der Seite sind strukturiert wie ein Inhaltsverzeichnis zu verwenden (siehe Schema links). Das Überspringen einer chronologischen Überschrift (z. B. auf H2 folgt ein H4 anstatt einem H3) führt somit zu chronologischen Fehlern, die somit auch von Suchmaschinen negativ bewertet werden.

Ein häufiger Fehler bei der Verwendung von Überschriften besteht darin diese nach optischen Gründen auszuwählen, also zum Beispiel nach Schriftgröße. Genau dies führt dann zu den chronologischen Fehlern. Eine Überschrift wird nicht nach optischen Kriterien ausgewählt sondern ausschließlich nach der Chronologie. Sofern optische Änderungen (z. B. Farbe, Größe, …) gewollt sind (jedoch nicht empfehlenswert), werden diese für die verwendete Überschrift definiert. Für ein flüssiges Lesen ist es jedoch ratsam, dass die optische Darstellung auf der gesamten Seite einheitlich ist. Wenn „H2“ zum Beispiel blau sein soll, dann sollte „H2“ auf allen Seiten blau sein.

Text (Content)

Es gibt keine festgeschriebene Anzahl an Worten, zumal dies von vielen Faktoren abhängig ist. Im Wesentlichen sollte eine Seite für Menschen gut lesbar sein, ausreichend Informationen enthalten aber beim Lesen nicht erschlagen. Zuviel Inhalt ist daher genau so schädlich wie zu wenig. Ein Nachrichtenbeitrag sollte mit 300 – 500 Wörtern eher weniger Inhalt haben, während eine Landingpage mit 500 – 800 Wörtern schon deutlich mehr Informationen beinhalten sollte. Die jeweilige Überschrift muss zum Text passen und der Text muss die entsprechenden Keywords beinhalten auf die Suchmaschinen reagieren soll. Die Textgestaltung ist somit eine der umfangreichsten Aufgaben eine Seite sowohl für Menschen als auch für Suchmaschinen optimal zu gestalten. Schon alleine die Wahl der Keywords ist eine Wissenschaft für sich. Dabei geht es nicht nur darum was man selbst glaubt, was „gute“ Keywords sind, sondern um tatsächliche Analysen welche Keywords (Suchbegriffe) Benutzer bei Suchmaschinen eingeben bei denen man mit der eigenen Seite gefunden werden will. Die Seite eines Gesangsverein sollte daher keine Keywords enthalten, die zum Beispiel für Autohändler relevant sind. Man möchte ja mit seiner Seite die passende Zielgruppe ansprechen. Daher ist die Überlegung „Wer ist meine Zielgruppe und welche Keywords werden diese vermutlich verwenden“ der erste und wichtigste Ansatz, bevor man den ersten Buchstaben einer Seite schreibt.

Bilder

Der Mensch ist visuell, daher sind Bilder sowohl zur Auflockerung einer Seite wie auch für ein schnell ersichtliches Verständnis wichtig. Allerdings gibt es neben den rechtlichen Punkten auch diverse technische Punkte wie Bilder auf Seiten eingebunden werden.

Dateiformat

Es sollten unbedingt moderne Bildformate (WebP / AVIF) verwendet werden, da diese ohne wirkliche Qualitätseinbußen deutlich weniger Speicherplatz benötigen und somit auch von Browsern schneller angezeigt werden können. Bei WordPress gibt es dazu hilfreiche Plugins um bereits beim Hochladen von Bildern diese in WebP bzw. AVIF zu wandeln. Die gewonnene Geschwindigkeit freut dann auch wieder die Suchmaschinen und verhilft zu einem besseren Ranking.

Bildformat

Wird ein Bild z. B. im Format 1920 × 1080 px hochgeladen aber in der Seite dann verkleinert (z. B. 960 x 540 px) muss der Browser bei jedem Aufruf dieses Bild herunterrechnen. Das kostet Zeit und geht zu Lasten der Geschwindigkeit. Daher müssen Bilder in genau dem Format als physische Datei vorliegen, wie sie auch verwendet werden um diese zeitraubende Umrechung einzusparen. WordPress legt bereits bestimmte Standardgrößen bei jedem Upload an. Lädt man in WordPress also 1 Bild hoch, werden automatisch mehrere Bilddateien im Verzeichnis abgelegt. Das hilft natürlich nur dann, wenn man auf der jeweiligen Seite auch eine dieser vordefinierten Größen verwendet.

Metadaten

Da Bilder für den Menschen wichtig sind, sind diese auch für Suchmaschinen wichtig. Dazu müssen die Suchmaschinen die Bilder jedoch lesen können und hier kommen die Metadaten eines Bild ins Spiel. In der Mediathek von WordPress kann und sollte auch zu jedem Bild die Metadaten sinnvoll gepflegt werden, also eine Beschreibung dessen, was man auf dem Bild sieht. Dies ist auch immens wichtig für die Barrierefreiheit.

 

Links

Links können entweder als Text angezeigt werden oder auch als Button. Ziel eines Link ist es, dass beim Mausklick darauf sich eine andere Seite oder PopUp öffnet.
Der Text für einen Link sollte sprechend sein, vor allem in Hinblick auf die Barrierefreiheit, da z. B. sehbehinderte Menschen sich die Texte vorlesen lassen. Wenn dann nur „hier klicken“ vorgelesen wird, ist dies für den sehbehinderten Besucher nicht hilfreich.

Linkziel

Ein Link kann entweder im gleichen Fenster / Reiter (Tab) oder in einem neuen geöffnet werden. Hier ist darauf zu achten die richtige Wahl zu treffen.
Verlinkt man zu einer externen Seite, sollte diese sich in einem neuen Fenster / Reiter (Tab) öffnen, damit der Besucher nicht von der eigenen Seite abspringt.
Links zu internen Seiten hingegen sollten möglichst im gleichen Bereich geöffnet werden, damit bei mehreren Klicks nicht zu viele Fenster vom gleichen Anbieter geöffnet sind. Das frustriert nur den Besucher uns ist lästig beim Schließen.

tote Links

Eine regelmäßige Kontrolle ob das Ziel eines Link noch vorhanden ist verhindert die Verwendung von toten Links, die wiederum zu negativem Ranking führen. Auch dafür gibt es bei WordPress diverse Plugins, die regelmäßig solche Prüfungen im Hintergrund durchführen und man so eine schnelle Übersicht hat, sobald Handlungsbedarf besteht.

Barrierefreiheit (accessibility)

Jeder kann z. B. durch einen Unfall auch mal zeitweise in seinen Möglichkeiten eingeschränkt sein. Mit einer gebrochenen Hand lässt sich eine Maus nur schwer bis gar nicht bedienen. Daher sollten alle Punkte auch mit der Tastatur erreichbar sein und zwar in der richtigen Reihenfolge, die man auch erwartet. Sehbehinderte Menschen lassen sich Seiteninhalte meist von einem Tool vorlesen. Daher sind beschreibende Texte bei Bildern und Links sehr wichtig. Aber auch der Kontrast ist wichtig, nicht nur bei einer Sehbehinderung sondern auch einfach für ein angenehmes Lesen. Der typische weiße Adler auf weißem Grund kann nun mal nicht erkannt werden. Daher sollte die Farbpalette zwischen Hintergrund und dem Sichtbaren einen hohen Kontrast, also Farbunterschied haben (z. B. schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift). Das Thema Barrierefreiheit umfasst so viele Punkte, dass es den Rahmen sprechen würde diese hier aufzuzählen. Hilfreiche Infos dazu gibt es zum Beispiel bei Wikipedia.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner