Wer unseren Blogbeitrag vom 28. März diesen Jahres gelesen hat, wird nun kaum überrascht sein, dass es zu einem Urteil durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Oktober gekommen ist. Wie die DS-GVO bereits vermuten ließ ist es für jede Seite erforderlich von jedem Besucher der Seite die Zustimmung für Cookies einzuholen, bevor diese gesetzt werden.
Was sind eigentlich Cookies?

Jeder Cookie hat daher eine unterschiedliche Lebensdauer die vom Seitenbetreiber definiert werden. Auch hier dient der Warenkorb eines Onlineshop als gutes Beispiel. Bei manchen Shops bleibt der Inhalt des Warenkorb über Tage und Wochen erhalten. Somit kann der Seitenbesucher, sofern er sich vom gleichen Rechner mit dem Shop verbindet, auch nach längerer Zeit noch sehen, was er in den Warenkorb gelegt hat und eventuell vergessen hat zu bestelle. Andere Cookies bleiben sogar Jahre erhalten oder werden sofort gelöscht, wenn man die Seite verlassen hat. Neu ist, dass nicht nur angegeben werden muss welche Cookies gesetzt werden, sonder auch wie lange diese erhalten bleiben.
Braucht jede Seite eine Einwilligung?
Wenn die Seite Cookies verwendet, die nicht zwingend für die Funktion der Seite erforderlich sind, dann laut EuGH ein klares JA.
Kleinere Internetseiten ohne Onlineshop, ohne Facebookverbindung, ohne Tracking (Analyse des Besucherverhalten), also ohne Cookies, die in der Regel von externen Systemen verwendet werden kommen tatsächlich auch ohne Cookies aus. Wir haben selbst schon kleinere WordPress-Seiten erstellt, bei denen im FrontEnd keinerlei Cookies gesetzt werden. In solchen Fällen bedarf es natürlich auch keiner Zustimmung, da ja keine Cookies gespeichert werden.
Was ist Optin?
Noch immer weit verbreitet, obwohl nach DS-GVO und aktuellem Urteil des EuGH nicht zulässig, ist die Optout-Lösung für Cookies, die man noch auf vielen Seiten findet. Hierbei wird lediglich auf die Verwendung von Cookies hingewiesen, der Besucher kann jedoch nicht entscheiden ob er einverstanden ist. Das Einverständnis wird vorausgesetzt und es werden Cookies gesetzt, ob ich will oder nicht.

Woher weiß ich ob eine Seite Cookies verwendet?


Durch Ghostery kann somit auch Werbung deaktiviert werden, was zwar auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, allerdings sollte man auch bedenken, dass viele Seitenbetreiber in Mühevoller Arbeit Informationen kostenlos zur Verfügung stellen und somit auf die Einblendung von Werbeanzeigen angewiesen sind um auch weiterhin zu überleben. Dies trifft auf viele Onlinemagazine und Zeitungsportale zu und ist vergleichbar mit der Werbeunterbrechung in den privaten Radio- und Fernsehprogrammen, die nur durch Werbung existieren können. Seid daher faire und blockiert nicht alles wenn Ihr weiterhin die kostenlosen Informationen nutzen möchtet.
Was muss ich tun?

empfehlenswerte Beiträge zum Thema:
1. Cookie Optin Plugin für WordPress
2. Header Security für WordPress
3. WordPress – aber sicher
Quellangaben:
Zeit Online
Mittwald CM-Service
Hinweis:
Da der Autor dieses Beitrag kein Jurist ist, stellt dieser Artikel weder eine Rechtsberatung dar noch ersetzt er diese.
Wenden Sie sich daher im Zweifel an einen Fachanwalt.
Braucht jede Seite eine Einwilligung?